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Parkerleichterung für Schwerbehinderte

"neuer Parkausweis"

Die Parkerleichterungen stehen nur Schwerbehinderten oder Blinden zu, die vom zuständigen Versorgungsamt als Schwerbehinderte mit "a.G." (außergewöhnliche Gehbehinderung) oder "bl." (blind) anerkannt sind.
Ihnen teilt dann die zuständige Straßenverkehrsbehörde einen besonderen Parkausweis zu. Dieser Parkausweis muss mit einem amtlichen Siegel, einer Ausweisnummer und einem Gültigkeitsdatum versehen sein. Zu diesem Ausweis bekommt der Antragsteller noch eine Ausnahmegenehmigung ausgestellt, in der die Auflagen und Bedingungen sowie die, nach § 46 StVO erteilten, Ausnahmen stehen.
Der Parkausweis muss gut sichtbar hinter der Windschutzscheibe oder auf der Hutablage ausgelegt
werden. Der Schwerbehindertenausweis langt nicht aus, um in den Genuss der Parkerleichterung zu
kommen.
Im Gegensatz zum Parkausweis braucht die schriftliche Ausnahmegenehmigung nicht ausgelegt werden. Der Parkberechtigte ist allerdings verpflichtet, bei Inanspruchnahme der Parkerleichterungen den Genehmigungsbescheid mitzuführen und zuständigen Personen auf Verlangen zur Prüfung auszuhändigen.
Diese Parkerleichterungen gelten im ganzen Bundesgebiet und können in Anspruch genommen werden, wenn in zumutbarer Entfernung keine andere Parkmöglichkeit besteht.
Sie berechtigen nicht nur zum Parken auf besonders ausgewiesenen Parkplätzen
(Z. 314 -Parkplatz- mit Zusatzschild 1044-10 -Rollstuhlsymbol-), sondern
berechtigt auch:

  • zum Parken im eingeschränkten Haltverbot (Z.286) bis zu 3 Stunden
  • zum Überschreiten der zugelassenen Parkdauer im Zonenhaltverbot (Z.290)
  • zum Parken über die zugelassene Zeit hinaus auf Flächen, die durch Z. 314 und 315 gekennzeichnet sind
  • zum Parken an Parkuhren und Parkscheinautomaten ohne Gebühr bis zu 24 Stunden
  • zum Parken in Fußgängerzonen während der Ladezeiten, wenn in bestimmten Zeiten Ladeverkehr zugelassen ist

Die Genehmigung berechtigt nicht zum Halten im Haltverbot (Z.283) und anderen Stellen, an denen
das Halten und Parken nach § 12 StVO verboten ist.

Informationen des Amtes für Straßen und Verkehr

Am 31. Dezember 2010 haben Parkausweise für behinderte Menschen, die vor dem 01. Januar 2001 ausgestellt worden sind, ihre Gültigkeit verloren. Auch Ihr ausliegender Ausweis ist damit nicht mehr gültig!!
Ein Umtausch in den neuen europäischen Parkausweis ist daher erforderlich.
Für einen Umtausch benötigt das zuständige Amt folgende Unterlagen:

  1. Schwerbehindertenausweis (Vorder- und Rückseite)
  2. Passfoto
  3. alter Parkausweis

Bei einem Wohnort in Bremen reichen Sie die Unterlagen bitte beim:
Amt für Straßen und Verkehr
- Bürgerbüro -
Herdentorsteinweg 49/50
28195 Bremen
ein.
Sie bekommen den neuen Parkausweis dann per Post zugeschickt.
Gerne können Sie auch persönlich Ihre Unterlagen von Montag-Freitag von 8.00 – 12.00 Uhr im Amt für Straßen und Verkehr in Zimmer 422 abgeben.
Für telefonische Auskünfte stehen Ihnen in Bremen Ansprechpartner unter der Telefonnummer 0421 361-6945 zur Verfügung.