Sie sind hier:

Kinder im Fahrzeug, aber sicher!!

Sicherung von Kindern in Kraftfahrzeugen


Muster der Zulassungskennzeichnung

So wie der Gurt für Erwachsene der "Lebensretter Nr.1" ist,so sind es für Kinder Rückhalteeinrichtungen in Verbindung mit den Sicherheitsgurten. Kinder sind deshalb in allen Kraftfahrzeugen zwingend mit geeigneten Kindersitzen (Rückhaltesystemen) zu sichern. Dies können sein:

  • Babywannen und –schalen
  • Reboard-Sitze und –Liegen (rückwärtsgerichtet eingebaut)
  • Vorwärtsgerichtete Kindersitze
  • Sitzerhöhungen (Sitzkissen)

Verpflichtet ist hier der Fahrer/ die Fahrerin. Ihnen obliegt die Verantwortung, dass die Kinder in der vorgeschriebenen Weise während der Fahrt gesichert sind.
Besonders zu sichern sind Kinder bis 12 Jahre, wenn sie kleiner als 1,50 Meter sind. Ältere oder größere Kinder müssen mit einem altersgerechten Sitz oder Sitzerhöhung in Verbindung mit dem regulären Gurt gesichert werden.
Sämtliche Rückhalteeinrichtungen (Kindersitze/Sitzkissen) die zur Sicherung der Kinder dienen, müssen amtlich genehmigt und für das Kind geeignet sein.
Als Besonderheit gilt bei behinderten Kindern auf Vordersitzen, dass hier eine ärztlich bestätigte Eignung der Einrichtung genügt.
Amtlich genehmigt sind nur Rückhalteeinrichtungen, die mit einem "E"-Zeichen versehen sind. Das Genehmigungszeichen "E" muss deutlich lesbar, dauerhaft und verschleißfest an der Rückhalteeinrichtung angebracht sein. Man erkennt es im Handel an einem orangfarbenen Etikett mit Angabe über Gewichtsklasse, Herstellername und einem "E im Kreis".

Die Kindersitze sind in fünf Klassen unterteilt:

Klasse Körpergewicht des Kindes
0 weniger als 10 kg (etwa bis neun Monate)
0+ weniger als 13 kg (etwa bis zu zwei Jahre)
I von 9 kg bis 18 kg (etwa bis drei Jahre)
II von 15 kg bis 25 kg (etwa drei bis sechs Jahre)
III von 22 kg bis 36 kg (etwa sechs bis zwölf Jahre)

Nur Kindersitze / Sitzkissen mit der vorgenannten Kennzeichnung und Klasseneinteilung dürfen über den Handel angeboten werden. Des weiteren ergeben sich aus den Gebrauchsanweisungen der zugelassenen Einrichtungen deren Handhabung und Eignung (z.B. nur für Vorder- oder Rücksitze, nur für bestimmte Fahrzeuge).

Eine weitere Ausnahme besteht für Kinder ab dem vollendeten dritten Lebensjahr, diese dürfen ausnahmsweise auf Rücksitzen mit den vorgeschriebenen Sicherheitsgurten gesichert werden, wenn wegen der Sicherung anderer Kinder mit Kindersitzen für die Befestigung weiterer Kindersitze keine Möglichkeit mehr besteht. Dann kann ein Kind auch beispielsweise mit dem vorhandenen Beckengurt angeschnallt werden, sollten die äußeren Sitze bereits mit Rückhaltesystemen belegt sein.

Aber bitte denken Sie daran: Kinder dürfen nie ohne vorschriftsmäßige Sicherung mitgenommen werden. Und denken Sie im Interesse Ihrer Kinder daran: Die beste Sicherung nutzt wenig, wenn sie durch rücksichtslose und agressive Fahrweise wieder zunichte gemacht wird. Deshalb: Fahren Sie bitte mit Vorsicht und Rücksicht.

Hier finden Sie eine Kurzübersicht über Rückhalteeinrichtungen zum Herunterladen:

Richtige Sicherung von Kindern in Kraftfahrzeugen (pdf, 28.9 KB)

Und noch was sollten Sie wissen: Bei einem Aufprall von 50 km/h wird ein ungesichertes Kind mit einer Wucht nach vorn geschleudert, das dem 25-fachen des Körpergewichtes entspricht. Dies ist vergleichbar mit einem Sturz aus dem 4. Stockwerk eines Hauses.