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Die Direktion Bereitschaftspolizei

ist auf ein Verwaltungsabkommen zwischen Bund und Ländern über die Errichtung von Länderbereitschaftspolizeien zurückzuführen. Das Bundesland Bremen hat eine Bereitschaftspolizeiabteilung aufgestellt, die sich aus zwei Einsatzhundertschaften, einer Beweis- und Festnahmeeinheit (BFE) und einer Technischen Einsatzeinheit (TEE) zusammensetzt. Außerdem gehören in Bremen das Polizeigewahrsam und die Hundestaffel zur Direktion Bereitschaftspolizei.
Die Direktion Bereitschaftspolizei ist ein wichtiger Bestandteil der Polizei Bremen. Sie unterstützt alle anderen Polizeidirektionen bei der professionellen Bewältigung besonderer polizeilicher Einsatzlagen, der Kriminalitätsbekämpfung, der Verkehrssicherheitsarbeit, der Gefahrenabwehr und der Aufgabenerfüllung im Rahmen des polizeilichen Einzeldienstes.
Die Technische Einsatz Einheit (TEE) in der Direktion Bereitschaftspolizei ist die in der Sonderlage notwendige Einsatztechnik zuständig. Zu dieser einsatzspezifischen Technik gehören u. a. die Wasserwerfer, Sonderwagen (Panzerwagen), Arbeitsgeräte (z.B. Unimog), Polizeitaucher, Boote, Lautsprecherwagen und die spezielle Funktechnik..
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Polizeikommissar Patrick G., Sachbearbeiter in der TEE

 Polizeikommissar Patrick G., Sachbearbeiter in der TEE

Während meiner Oberstufenzeit war mir immer klar, dass ich Medizin studieren und Arzt werden möchte. Mein Notenschnitt im Abitur war dann aber nicht ausreichend, um sofort einen Studienplatz in Medizin zu ergattern. Somit entschied ich mich meine Wehrpflicht abzuleisten und diese freiwillig zu verlängern. Dort erwarb ich die Führerscheinklasse CE (LKW und Anhänger), wurde zum Einsatzsanitäter und Fallschirmspringer ausgebildet und zusätzlich im Umgang mit militärischen sowie mit unkonventionellen Sprengmitteln geschult. Meine Zeit verlängerte ich dort auf vier Jahre und absolvierte einen NATO-Einsatz in Afghanistan.

Am Ende meiner Bundeswehrzeit arbeitete ich im Klinikum Bremen Mitte und entschied mich daraufhin Psychologie an der Uni Bremen zu studieren. Nach etwa einem Jahr des Studiums erweckte ein Freund bei mir das Interesse am Polizeiberuf, weil er sich hier in Bremen dem Auswahlverfahren stellte.
Ich absolvierte ebenfalls dieses Auswahlverfahren und bekam die Zusage, ein Studium an der Hochschule für Öffentliche Verwaltung beginnen zu dürfen und als Polizeikommissar Anwärter eingestellt zu werden. Bis zum Beginn dieses Studiums war ich mir nicht sicher, ob ich die richtige Entscheidung getroffen hatte. Die Zweifel waren sehr schnell überwunden. Das Studium gestaltete sich als sehr abwechslungsreich, die praktische Ausbildung war fordernd und fördernd und eröffnete mir neue Perspektiven, sowohl persönlich, als auch dienstlich. Unsere Ausbilder schafften es immer, uns schwierige Inhalte zu vermitteln, auch wenn es eben mal länger dauerte.
Die Kollegen waren meist freundlich und hatten immer ein offenes Ohr. Meine vorher bei der Bundeswehr und im Studium gesammelten Erfahrungen waren stets willkommen und wurden gerne angenommen. Es war ein schönes Gefühl, auch als Berufseinsteiger so ernst genommen zu werden.
Nach dem Studium verrichtete ich planmäßig meinen Dienst in der Einsatzhundertschaft der Bereitschaftspolizei. Dort gehörten insbesondere der Schutz großer Demonstrationsgeschehen, Fußballspiele und andere Großveranstaltungen zu meinen Aufgaben. Die Bereitschaftspolizei bot mir einen sehr abwechslungsreichen Dienst und ich konnte mir gut vorstellen, dort zu verbleiben und mich noch weiter zu spezialisieren.

Also bewarb ich mich innerhalb der Behörde um eine Stelle bei der Technischen Einsatz Einheit. Angefangen habe ich dort als Fahrer des Sonderwagens. Heute arbeite ich überwiegend im Bereich Information und Kommunikation, bediene somit den Lautsprecherwagen der Polizei, gewährleiste den reibungslosen Funkverkehr in einem laufenden Einsatz oder leiste Unterstützungsarbeit für unseren Abteilungsleiter.
Kein Einsatz, kein Tag ist wie der vorherige, jede Lage bietet neue Herausforderungen. Auf dieser Stelle trage ich, zusammen mit anderen Kollegen im Team, eine große Verantwortung für den reibungslosen Ablauf einer Sonderlage, auch wenn wir lediglich im Hintergrund tätig sind.
Auch neben der hauptamtlichen Tätigkeit habe ich immer Wege gefunden mich einzubringen. So habe ich die Polizei Bremen bei einer Deutschen Polizeimeisterschaft der Leichtathletik in Hannover, einer Norddeutschen Polizeimeisterschaft der Leichtathletik in Nienburg, einer Norddeutschenmeisterschaft der Bereitschaftspolizeien im Handball oder einer Deutschen Meisterschaft im Handball im Saarland vertreten.
Bei Jobmessen findet man mich manchmal am Stand der Polizei Bremen. Dort berate ich gerne junge Menschen und versuche sie von meinem Beruf zu überzeugen, denn ich bin heute absolut sicher, dass meine Entscheidung, Polizist zu werden, für mich die richtige Entscheidung war.