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Die Direktion Verkehr

ist zuständig für die qualifizierten Verkehrsaufgaben - sowohl auf den Autobahnen als auch im Stadtgebiet. Hierin finden sich u.a. die Verkehrsbereitschaft, die Verkehrsüberwachung und das Verkehrskommissariat. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter benötigen umfangreiches Fachwissen für die Abarbeitung qualifizierter Verkehrsunfälle - d.h. für solche mit Toten oder Schwerstverletzten, mit Kindern und Senioren oder andere komplexe Sachverhalte. Sie überwachen mit Spezialtechnik den Straßenverkehr und kontrollieren den gewerblichen Güterverkehr. Darüber hinaus organisieren und begleiten sie die verkehrspolizeilichen Maßnahmen in Sonderlagen, beispielsweise bei Aufzügen, Sportveranstaltungen und anderen Großveranstaltungen. Ferner sind sie zuständig für Lotsungen und Eskorten bei Staatsbesuchen oder ähnlichen Anlässen. Im Verkehrskommissariat werden alle polizeilich angezeigten Verkehrsunfälle und Verkehrsstraftaten Bremens abschließend bearbeitet.
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Polizeikommissarin Inka K., Sachbearbeiterin bei der VB

Polizeikommissarin Inka K., Sachbearbeiterin bei der VB, jpg, 80.1 KB

Seit 1995 bin ich bei der Polizei Bremen. Ich hatte mich für den Dienst der mittleren Laufbahn entschieden, da ich die Schule mit der Fachhochschulreife verlassen hatte und somit der direkte Einstieg in den gehobenen Dienst nicht möglich war.
Nachdem ich die Ausbildung beendet hatte wurde ich bei der Bereitschaftspolizei eingesetzt. Verschiedene Großeinsätze, darunter auch überörtliche (Demonstrationen, Fußball, NPD, Castor..) gehörten zu den Aufgaben ebenso wie der tägliche Streifendienst als Unterstützung für die Schutzpolizei. Der Zusammenhalt in der Gruppe, die Teamarbeit um ein gemeinsames Ziel zu erreichen, hat mir sehr gut gefallen, auch wenn die Rahmenbedingungen bei derartigen Großlagen oft unterdurchschnittlich hinsichtlich Unterbringung und Versorgung waren.
Nach 18 Monaten bei der Bereitschaftspolizei wechselte ich zum Polizeirevier Horn-Lehe und versah hier meinen Dienst bei der Schutzpolizei. Dieser war geprägt von dem direkten Kontakt zum Bürger, der sich mit größeren oder kleineren „Sorgen“ an die Polizei wendet. Die Aufnahme von Verkehrsunfällen, Einbruchdiebstählen, Ladendiebstählen, Raubdelikten etc. gehörten zum täglichen Dienst. Auch Nachbarschafts- oder Familienstreitigkeiten oder nächtliche Ruhestörungen waren immer wieder zu bewältigen.

Im Jahr 2002 konnte ich mich erfolgreich für den Aufstieg in den gehobenen Dienst qualifizieren und besuchte dann bis 2004 die Hochschule für öffentliche Verwaltung.

Danach wurde ich an das Polizeirevier Hemelingen versetzt und nahm dort die gleichen Tätigkeiten wie zuvor am Polizeirevier Horn-Lehe wahr.

Im Jahr 2005 wurden im Rahmen einer Polizeireform die Einsatzdienststandorte zentralisiert und ich wurde zum Einsatzdienst Ost mit Standort Vahr umgesetzt. Die Wache befindet sich auf dem Gelände des Polizeipräsidiums im Bremer Stadtteil Vahr und ist örtlich zuständig für die Stadtteile Vahr, Schwachhausen, Horn-Lehe, Oberneuland und Borgfeld. Eine Herausforderung stellten die unterschiedlichen sozialen Strukturen der verschiedenen Stadtteile dar. Ein Spektrum von äußerst wohlhabenden Menschen bis hin zu stark sozial benachteiligten Bevölkerungsgruppen hat mich immer wieder gefordert. Kein Dienst war wie der andere, auch wenn es natürlich ähnliche Sachverhalte zu bearbeiten gab. Angenehme und auch mal amüsante, aber auch bedrückende, belastende und nachdenklich stimmende Einsatzanlässe galt es zu bewältigen.

2012 habe ich mich erfolgreich zur Verkehrsbereitschaft beworben. Einen Einblick in die Aufgaben der VB gewann ich während einer vierwöchigen Hospitation während meines Studiums an der HföV. Somit wusste ich in etwa, was auf mich zukommen würde. Zusätzlich hat mir bei der Bewerbung der Besitz des Motorradführerscheins geholfen. Motorradfahren ist meine große Leidenschaft, die mir nun auch dienstlich von Nutzen ist, denn die VB verfügt auch über Motorräder, die bei verschiedenen Verkehrslagen oder auch mal täglichen Dienst eingesetzt werden.
Der Dienst bei der Verkehrsbereitschaft bereitet mir großen Spaß und ich gehe fast immer zufrieden nach Hause. Natürlich gibt es auch hier Momente, die bedrückend und belastend sind. Aber gerade schwere Verkehrsunfälle, bei denen Menschen schwerverletzt oder sogar getötet werden, erfordern eine gewissenhafte Aufgabenerledigung und ein gutes Team – und das sind wir!

Rückblickend auf 20 Jahre Polizeidienst – ein Jubiläum ist es erst nach 25 Jahren- kann ich für mich feststellen: ich habe mich nach der Schule mit der Bewerbung zur Polizei richtig entschieden. Der Kontakt mit dem Bürger und die Notwendigkeit gewissenhafter Dienstausübung mit immer neuen Herausforderungen haben mich diesen Schritt noch nicht bereuen lassen.

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