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Kinder im Fahrzeug, aber sicher!!

Kindersitz in Kombination mit Gurt: Lebensretter Nr. 1!

Die richtige Sicherung von Kindern im Auto hilft, schweren Verletzungen bei Unfällen vorzubeugen.

Viele Kinder erleiden Verletzungen, weil ihre Kindersitze unvorschriftsmäßig eingebaut und verwendet wurden oder weil sie nur mit dem Erwachsenengurt gesichert waren.

Die Sicherung von Kindern im Auto ist gesetzlich definiert. Die Straßenverkehrsordnung schreibt für Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr, die kleiner als 150cm sind,
vor: Sie dürfen in Kraftfahrzeugen auf Sitzen, nur mitgenommen werden, wenn amtlich genehmigte und für das Kind geeignete Rückhalteinrichtungen genutzt werden.

Amtlich genehmigt sind nur Rückhalteeinrichtungen, die mit einem „E“-Zeichen versehen sind. Man erkennt es im Handel an einem orangefarbenen Etikett mit Angabe über Gewichtsklasse, Größenangabe und einem „E“ im Kreis.

ECE-R 44

Dieser Norm entsprechen verschiedene Körpergewichtsklassen – entscheidend ist hier das Gewicht, nicht Alter und Körpergröße!

Die Kindersitze sind in fünf Klassen unterteilt:

Klasse Körpergewicht des Kindes
0 bis circa 10 kg (Geburt bis circa 9 Monate)
0+ bis circa 13 kg (Geburt bis circa 18 Monate)
I von 9 kg bis 18 kg (circa 1 bis 4 Jahre)
II von 15 kg bis 25 kg (circa 3,5 bis 7 Jahre)
III von 22 kg bis 36 kg (circa 6 bis 12 Jahre)

R 129 / i-Size

Seit Mitte 2013 gibt es eine erweiterte ECE-Zulassung nur für ISOFIX-Kindersitze, die in der ersten Phase die bisherigen Gewichtsklassen bis 18 kg abdeckt. Für diese Kindersitze wird aber ein bestimmter Bereich der Körpergröße angegeben. Die Kinder werden damit bis ca. 15 Monate ausschließlich rückwärtsgerichtet gesichert. Die Sitze dürfen verwendet werden, wenn ein Neufahrzeug entweder die neue vorgeschriebene Kennzeichnung „i-size“ aufweist, oder in einer Fahrzeugfreigabeliste am Kindersitz das jeweilige Modell aufgeführt ist. Der Vorteil dieser Kindersitze ist der rückwärtsgerichtete Transport bis ca. 15 Monate. Dies soll verhindern, dass Eltern die Kinder zu früh in den nächst größeren Kindersitz setzen. Da die neue Norm auch eine Kennzeichnung des Fahrzeugs fordert (Abstützbereich für den Stützfuß des Isofix-Kindersitzes) wird es noch einige Zeit dauern, bis die Rahmenbedingungen für neue Kindersitze erfüllt sind. Diese neuen Systeme ersetzen aber keine übliche Babyschale.

Nach der Richtlinie UN ECE Reg. 129 zugelassene Kindersitze müssen anhand der Größe des Kindes ausgewählt werden. Es gibt keine Klasseneinteilung mehr, jeder Kindersitzhersteller kann die jeweilige Minimal- und Maximalgröße selbst festlegen. Um in einen neuen Kindersitz in Fahrtrichtung sitzen zu dürfen, muss der Nachwuchs mindestens 15 Monate alt sein.

Tipp: Nutzen Sie jeden Kindersitz so lange wie möglich – idealerweise bis zur Obergrenze der in der Prüfnorm angegebenen Werte.

Eltern, die einen neuen Kindersitz benötigen, können zwischen Produkten wählen, die eine Zulassung nach UN ECE Reg. 44/04 oder nach der neuen Richtlinie UN ECE Reg. 129 haben.

Weitere Informationen erhalten Sie auch im Internet unter www.adac.de/kindersitztest

Und noch was sollten Sie wissen: Bei einem Aufprall von 50 km/h wird ein ungesichertes Kind mit einer Wucht nach vorn geschleudert, das dem 25-fachen des Körpergewichtes entspricht. Dies ist vergleichbar mit einem Sturz aus dem 4. Stockwerk eines Hauses.

Prüfsiegel Kindersitz