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Aufgaben der Wasserschutzpolizei der Direktion Einsatz

Die Wasserschutzpolizei hat ein abwechslungsreiches und vielfältiges Aufgabengebiet. Neben den allgemeinpolizeilichen Aufgaben ist sie spezialisiert auf schifffahrtspolizeiliche Vollzugsaufgaben im Hafen und auf der Weser. Hierzu zählen u.a.

  • Verkehrssicherheit auf dem Wasser
  • Überwachung der Sicherheitsvorschriften in der Seefahrt
  • Schutz der Meeresumwelt
  • Schiffsunfallermittlung
  • Überwachung der Hafensicherheit
  • Einsatz bei maritimen Großveranstaltungen

Für Einsatz- und Streifenfahrten im Revierbereich verfügt sie über mehrere Boote in verschiedenster Größenordnung. In Kooperation mit Niedersachsen wird ein gemeinsames Küstenboot für den Bereich bis zur niederländischen Grenze betrieben, Der Einsatzdienst ist 24 Stunden besetzt und der Dienst wird im Gegensatz zu den meisten anderen Einsatzdiensten im 12 h Schichtsystem verrichtet.
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Nadine F., 36 Jahre, Polizeioberkommissarin

Anfangs war ich mir nicht sicher, welchen Berufsweg ich einschlagen sollte. Sollte ich studieren oder lieber eine Ausbildung beginnen? Schließlich entschied ich mich, kurz vor dem Abitur den Einstellungstest für den gehobenen Dienst bei der Polizei Bremen zu absolvieren. Als ich diesen bestanden hatte, stand mein Entschluss endgültig fest.
Ich werde Polizistin!
Drei Jahre vergingen wie im Flug. Nach der Ausbildung (Studium) 2006 wollte ich an eine Dienststelle in Bremerhaven versetzt werden, weil ich gebürtig aus Bremerhaven komme. Leider war dies zu dem Zeitpunkt nicht möglich. So bekam ich das Angebot, ein Praktikum bei der Wasserschutzpolizei des Landes Bremen in Bremerhaven zu machen. Die Wasserschutzpolizei hatte ich bis dahin noch nicht in meine Überlegungen eingeschlossen. Schließlich hatte ich auch keine besonderen wasserschutzrelevanten Vorkenntnisse. Das Praktikum hat mir aber so gut gefallen, dass ich direkt im Anschluss dort geblieben bin. Seitdem verrichte ich meinen Dienst bei der WSP in Bremerhaven im Einsatzdienst.

Inzwischen sind 12 Jahre vergangen. In dieser Zeit habe ich an der WSP-Schule in Hamburg eine viermonatige wasserschutzpolizeiliche Ausbildung erhalten, habe an ständigen berufsbegleitenden Fort- und Weiterbildungen (wie z.B. Lehrgänge für Radar, Funk, Überleben auf See etc.) teilgenommen und konnte den Sportbootführerschein -See- und -Binnen machen.
Für die jährlich angebotenen Schlauchboottrainings innerhalb der WSP Bremen und in Kooperation mit den Küstenländern konnte ich mich schnell begeistern. Mir macht es Spaß, auf dem Wasser zu arbeiten, und ich habe das Schlauchboot als ein wertvolles Einsatzmittel kennen gelernt.
Nach 5 Jahren Dienst bei der WSP bewarb ich mich um eine Stelle als Bootsführerin auf dem Streckenboot „Visura“. Diese Stelle bekam ich, nachdem ich die Abnahmefahrt bestanden hatte. Ein Jahr später machte ich die Prüfung, um als Bootsführerin auf dem Küstenboot fahren zu dürfen.

Heute bin ich Küstenbootsführerin bei der Wasserschutzpolizei des Landes Bremen in Bremerhaven und freue mich, dass ich damals diesen beruflichen Weg eingeschlagen habe. Die Arbeit ist interessant und das Aufgabengebiet ist groß. Der Dienst ist sehr abwechslungsreich, da man nie weiß, welche Einsätze täglich neu auf einen zukommen können.
Bei der Wasserschutzpolizei ist Teamarbeit gefragt. Wir sind eine eingespielte Truppe von 58 Kollegen im Einsatzdienst und es macht Spaß, mit jedem Einzelnen zuverlässig zusammen zu arbeiten.

Inzwischen bin ich zweifache Mutter. Daher ist es für mich auch wichtig, dass sich der Dienst bei der Wasserschutzpolizei und die Familie miteinander vereinbaren lassen. Ich arbeite im Augenblick noch als Teilzeitkraft. Meine Dienste lassen sich überwiegend so planen, dass sie sich mit meinen familiären Verpflichtungen nicht überschneiden.
Diese Tatsache sehe ich als großen Vorteil und auch das macht den Beruf für mich so attraktiv.