(10.04.2026)
Ort: Bremen-Walle-Hemelingen
Zeit: 8. und 9.4.26, 12 bis 17 Uhr
Im Rahmen einer Aus- und Fortbildung zur Drogenerkennung im Straßenverkehr führte die Polizei Bremen am 8. und 9. April umfangreiche Verkehrskontrollen in der Nordstraße sowie am Autobahnzubringer Hemelingen durch. Unterstützt wurden die Kontrollen unter anderem von Polizeistudenten, vom Zoll und der Landeshauptkasse Bremen.
An beiden Tagen kontrollierten die Einsatzkräfte 412 Fahrzeuge und 514 Personen.
Dabei stellten sie zahlreiche Verstöße fest, darunter zahlreiche Drogenfahrten sowie mehrere Fälle von Fahren ohne Fahrerlaubnis. Insgesamt wurden 40 Blutentnahmen aufgrund des Verdachts auf eine Beeinflussung durch berauschende Mittel wie THC, Amphetamin oder Kokain durchgeführt- darunter lediglich zweimal durch Alkohol.
Besonders auffällig war unter anderem ein Kraftfahrer. Der Mann versuchte, sich der Kontrolle durch Flucht zu entziehen, konnte jedoch von einem unmittelbar nachsetzenden Polizeifahrzeug gestoppt und zurück zur Kontrollstelle gebracht werden. Eine Überprüfung ergab, dass ihm in der Vergangenheit aufgrund übermäßigen Drogenkonsums die Fahrerlaubnis entzogen worden war. Auch der aktuelle Test bestätigte erneut eine Beeinflussung durch Cannabis. Daraufhin wurde eine Blutentnahme durchgeführt und ein Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis sowie der Fahrt unter Rauschmitteln eingeleitet.
Neben eingeleiteter Strafverfahren wegen festgestellter Kfz-Steuervergehen durch den Zoll konnten 4700 gefälschte Zigaretten beschlagnahmt werden. Darüber hinaus vollstreckte die Landeshauptkasse offene Forderungen verschiedener Behörden.
Die erschreckend hohe Anzahl von 40 Blutentnahmen zeigt, wie wichtig das Thema Drogenerkennung, deren Ausbildung und Kontrollen mit diesem Schwerpunkt für die Verkehrssicherheit in Bremen sind. Die Polizei Bremen kündigt weitere Kontrollen für die Sicherheit im Straßenverkehr an.
(10.04.2026)
Ort: Bremen-Neustadt, OT Alte Neustadt, Süderstraße
Zeit: 09.04.2026, 13:30 Uhr
Einsatzkräfte der Polizei stellten am Donnerstagmittag zwei 16 und 17 Jahre alte Jugendliche am Hauptbahnhof. Sie sind verdächtig, kurz zuvor versucht zu haben, einem 59-Jährigen in der Neustadt eine Goldkette zu entreißen.
Gegen 13:30 Uhr stand der 59-Jährige in der Süderstraße und unterhielt sich mit einem Bekannten, als sich die beiden Jugendlichen näherten. Sie verwickelten den Mann zunächst in ein Gespräch in dessen Verlauf einer der Täter versuchte, ihm eine Halskette zu herunterzureißen. Diese ging dabei kaputt, blieb aber an der Kleidung hängen. Anschließend flüchteten die Jugendlichen. Eine Fahndung war schnell erfolgreich: Zivilfahnder der Bundespolizei erkannten die beiden Räuber am Hauptbahnhof wieder und Einsatzkräfte der Polizei Bremen nahmen die beiden Jugendlichen aus Marokko und Algerien mit auf die Wache. Eine entsprechende Anzeige wurde gefertigt, die weiteren Ermittlungen der Soko Junge Räuber dauern an.
(10.04.2026)
Ort: Bremen-Neustadt, OT Huckelriede, Kornstraße
Zeit: 17.3.26, 19.30 Uhr
Nach den tödlichen Schüssen in der Bremer Neustadt Mitte März, bei dem ein 32-Jähriger verstarb (siehe unsere Pressemeldung Nr. 0189), haben Polizei und Staatsanwaltschaft einen Ermittlungserfolg erzielt und zwei mutmaßliche Täter festgenommen.
Nach umfangreichen und intensiven Ermittlungen der Mordkommission gerieten ein 35- und ein 37-Jähriger als Tatverdächtige in den Fokus. In der Folge konnten für die beiden türkischen Staatsangehörigen Haftbefehle erwirkt und in dieser Woche vollstreckt werden.
Die Tatbeteiligungen sowie der konkrete Ablauf der Tat sind weiterhin Gegenstand intensiver Ermittlungen durch Polizei und Staatsanwaltschaft.
Weitere Auskünfte erteilt die Staatsanwaltschaft Bremen.
(11.04.2026)
Ort: Bremen-Mitte, OT Bahnhofsvorstadt
Zeit: 10.4.26, 21.30 bis 2 Uhr
Die Polizei Bremen führte vom frühen Freitagabend bis in die Nacht im Bahnhofsquartier Kontrollen durch. Dabei wurden über 70 Personen überprüft und Messer, gefährliche Gegenstände sowie Cannabis beschlagnahmt.
Im Fokus stand neben der Bekämpfung der wahrnehmbaren Drogen- und Straßenkriminalität in der Bahnhofsvorstadt die Kontrolle der Waffenverbotszone.
Es wurden 74 Personen kontrolliert und diverse Verstöße gegen das Waffengesetz festgestellt. Die Einsatzkräfte beschlagnahmten Messer, einen Schlagring und bei einem 18 Jahre alten Straßendealer mehrere Verkaufseinheiten Cannabis. Am Bahnhofsplatz kam es gegen 23 Uhr zu einer Auseinandersetzung, bei der ein 36-Jähriger seinen Kontrahenten mit einer Astsäge attackierte. Der 53-Jährige erlitt dabei eine Schnittwunde im Gesicht. Einsatzkräfte konnten den Angreifer noch mit der Säge in der Hand fassen und mussten den Einsatz der Schusswaffe androhen, damit er die Waffe fallen ließ. Dabei ließ der 36-Jährige auch ein Kampfmesser zurück.
Es wurden entsprechende Strafanzeigen gefertigt, das Messer sowie die Säge beschlagnahmt und Platzverweise erteilt. Die weiteren Ermittlungen hierzu dauern an.
Die Polizei macht deutlich: Die Maßnahme ist Teil einer langfristig angelegten Strategie zur nachhaltigen Erhöhung der Sicherheit im Bereich Bahnhofsvorstadt und Viertel. Auch in Zukunft werden gemeinsam mit Partnerbehörden gezielte Kontrollen - sowohl offen als auch verdeckt - fortgesetzt.
(11.04.2026)
Ort: Bremen-Mitte, OT Ostertor, Präsident-Kennedy-Platz
Zeit: 10.4.26, 15.40 Uhr
Am Freitagnachmittag ergriff ein Dieb im Ostertor die Handtasche einer 67 Jahre alten Bremerin und flüchtete. Der 17-Jährige konnte jedoch durch einen couragierten Zeugen gestellt werden.
Der junge Täter näherte sich der 67-Jährigen, die auf einer Bank am Präsident-Kennedy-Platz saß. Dabei ergriff der Jugendliche unbemerkt die Handtasche, die neben ihr auf der Bank lag und flüchtete. Dies beobachtete ein Passant, stellte dem Täter ein Bein und konnte diesen erfolgreich bis zum Eintreffen der Polizei festhalten. Der 17-Jährige aus Marokko wurde vorläufig festgenommen; es wird geprüft, ob er für weitere gleichgelagerte Delikte verantwortlich ist. Die Soko Junge Räuber hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Die Polizei lobt das couragierte Verhalten des Zeugen. Gleichzeitig rät die Polizei grundsätzlich dazu, sich selbst und andere nicht in Gefahr zu bringen. Ein Zeuge muss kein Held sein. Rufen Sie sofort die Polizei über den kostenlosen Notruf 110 und geben Sie Täterbeschreibung und Fluchtrichtung durch. Holen Sie sich Unterstützung und fordern Sie andere aktiv zur Mithilfe auf.
(12.04.2026)
Ort: Bremen-Neustadt, OT Hohentor, Oldenburger Straße
Zeit: 12.4.26, 3.40 Uhr
Ein betrunkener Autofahrer entzog sich in der Nacht zu Sonntag einer Verkehrskontrolle durch die Polizei. Im weiteren Verlauf seiner Fahrt verursachte der 23-Jährige einen Unfall auf der Oldenburger Straße und prallte dabei mehrmals gegen Leitplanken.
Zuvor war die Mercedes E-Klasse Einsatzkräften in der Utbremer Straße wegen eines fehlenden Kennzeichens aufgefallen. Als der Wagen kontrolliert werden sollte, beschleunigte der Fahrer stark und flüchtete stadtauswärts auf die Oldenburger Straße. Kurz vor der Stephanibrücke verlor er offenbar die Kontrolle über sein Fahrzeug und prallte mehrmals gegen die Schutzplanken. Eine Person flüchtete zu Fuß, während der Fahrer sowie zwei weitere Insassen vor Ort gestellt werden konnten. Ein Beifahrer erlitt leichte Blessuren, lehnte jedoch eine Behandlung durch Rettungskräfte ab.
Der 23 Jahre alten Fahrer stand unter Alkoholeinfluss. Es erfolgten eine Blutentnahme sowie die Sicherstellung des Führerscheins und die Beschlagnahme des Unfallwagens. Gegen ihn wird unter anderem wegen einer Trunkenheitsfahrt und des grob verkehrswidrigen und rücksichtslosen Fahrens ermittelt. Zeugen melden sich jederzeit bei der Verkehrsbereitschaft der Polizei Bremen unter der Rufnummer 0421 362-14850.
Aufgrund der Beschädigungen an den Leitplanken und ausgelaufener Betriebsstoffe mussten umfangreiche Reparatur- und Reinigungsarbeiten durchgeführt werden. Für ca. 2,5 Stunden waren die Fahrspuren in Richtung Delmenhorst voll gesperrt.
(12.04.2026)
Ort: Bremen-Mitte, OT Altstadt, Heimlichenstraße
Zeit: 11.4.26, 20 Uhr
Am Samstagabend attackierte eine Gruppe junger Männer eine 35 Jahre alte Frau und ihren 32-jährigen Mann. Einsatzkräfte konnten zwei Tatverdächtige im Alter von 26 und 28 Jahren aus den Maghreb-Staaten festnehmen.
Das Paar war in Richtung Schlachte unterwegs, als es in der Heimlichenstraße von den jungen Männern auf arabisch angesprochen wurde. Da sie die Sprache nicht verstanden, setzten die Eheleute ihren Weg weiter fort. Daraufhin wurden sie aus der Gruppe heraus mit Pfefferspray attackiert und mit einem Messer bedroht. Als der 32-Jährige den Angriff abzuwehren versuchte, schlugen die Angreifer auf ihn ein. Anschließend flüchtete die Tätergruppe und der 32-Jährige bemerkte das Fehlen von Bargeld. Das Paar erlitt leichte Verletzungen.
Einsatzkräfte stellten einen tatverdächtigen 26-jährigen Tunesier und einen 28-jährigen mutmaßlichen Mittäter, ebenfalls aus Tunesien. Es wird geprüft, ob sie für weitere gleichgelagerte Taten verantwortlich sind. Das Duo wurde zur Verhinderung weiterer Straftaten in Gewahrsam genommen. Die weiteren Ermittlungen dauern an.
(13.04.2026)
Ort: Bremen-Mitte, OT Bahnhofsvorstadt, Bahnhofstraße
Zeit: 12.4.26, 21.30 Uhr
Einsatzkräfte der Polizei Bremen stellten am Sonntagabend eine Gruppe junger Diebe aus den Maghreb-Staaten in der Bahnhofsvorstadt, nachdem diese einen Lieferanten bestohlen hatten. Die mutmaßlichen Täter konnten durch die Videoleitstelle der Polizei Bremen überführt werden.
Gegen 21.30 Uhr meldete sich der Fahrer eines Lieferdienstes, dass ihm in einem unbemerkten Moment das Handy aus seinem unverschlossenen Lieferwagen gestohlen wurde. Von der Videoleitstelle konnte eine fünfköpfige Gruppe als Tatverdächtige ausgemacht werden. Die Diebe hatten das Handy anschließend in eine Plastiktüte eingepackt und in einem Blumenkübel versteckt. Eine alarmierte Streife stellte die Verdächtigen noch in der Nähe. Auch das gestohlene Telefon konnte unversehrt im Blumenkübel gefunden und sichergestellt werden.
Ein 23 Jahre alter mutmaßlicher Haupttäter aus Marokko wurde vorläufig festgenommen und erkennungsdienstlich behandelt. Die weiteren Ermittlungen dauern an.
(13.04.2026)
Ort: Bremen, Östliche Vorstadt, Friesenstraße
Zeit: 10.04.26, 17.15 Uhr
Am Freitagnachmittag nahmen Einsatzkräfte der Polizei Bremen in der Östlichen Vorstadt einen 34 Jahre alten mutmaßlichen Dealer fest, nachdem sie ihn zuvor mit diversen Betäubungsmitteln im Steintor erwischt hatten. Das Amtsgericht Bremen ordnete auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bremen die Untersuchungshaft an.
Gegen 17.15 Uhr kontrollierten Kräfte der Taskforce den Bereich rund um den Ziegenmarkt. Der 34-Jährige versuchte sofort die Flucht zu ergreifen, um der Kontrolle durch die Polizei zu entgehen. Auf seinem kurzen Fußweg in die Friesenstraße entledigte sich der Verdächtige eines Plastikbeutels. In diesem fanden die Einsatzkräfte mehrere Verkaufseinheiten Cannabis. Der Mann wurde daraufhin vorläufig festgenommen und zu einer Polizeidienststelle verbracht. Hier fanden die Beamten während der Durchsuchung neben Bargeld in szenetypischer Stückelung auch noch Kokain und Ecstasy bei ihm.
Da der 34-Jährige bereits wegen diverser Drogendelikte in Erscheinung getreten ist und zudem nicht über einen festen Wohnsitz verfügt, erfolgte über den Kriminaldauerdienst eine positive Haftprüfung. Das Amtsgericht Bremen erließ im Anschluss auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bremen einen Haftbefehl wegen Wiederholungs- und Fluchtgefahr gegen den Mann.
(13.04.2026)
Ort: Bremen-Blumenthal, OT Farge, Farger Straße
Zeit: 11.04.2026, 19:50 Uhr
Am späten Abend kam es in der Farger Straße zu einem schweren Verkehrsunfall infolge eines mutmaßlichen illegalen Autorennens. Zwei Männer wurden schwer verletzt.
Mehrere Zeugen beobachteten, wie zwei Autos auf der Farger Straße in stadteinwärtiger Richtung mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit fuhren. Dabei überholten sie andere Verkehrsteilnehmer und drängelten mittels Lichthupe. In einer unübersichtlichen Kurve setzte eines der Fahrzeuge zu einem riskanten Überholmanöver an und verlor anschließend die Kontrolle. Der mit vier Personen besetzte Mercedes kam von der Fahrbahn ab, überfuhr einen Bordstein und den Gehweg und kollidierte dann mit einem Lichtmast und einem Verkehrszeichen. Durch die Wucht des Aufpralls, wurde das Auto angehoben, seitlich gegen einen Baum gedrückt und überschlug sich, sodass es auf dem Dach zum Liegen kam.
Die vier Insassen mussten durch die Feuerwehr unter Einsatz eines hydraulischen Rettungsgeräts aus dem Fahrzeug befreit werden. Der Fahrer und der Beifahrer waren ansprechbar, wurden aber mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Zwei Frauen aus dem Auto erlitten leichte Verletzungen.
Diverse Familienangehörige erschienen an der Unfallstelle und behinderten die Aufräumarbeiten, sodass die Polizei weitere Kräfte hinzuziehen musste, um die Unfallstelle abzusperren und den Verkehr umzuleiten. Durch die Bergungsmaßnahmen musste die Farger Straße zeitweise vollständig gesperrt werden. Erst gegen 23:30 Uhr konnte die Fahrbahn wieder freigegeben werden.
Durch diverse Zeugenaussagen, geht die Polizei derzeit von einem unerlaubten Autorennen aus. Der Fahrer des Unfallautos erhält mehrere Strafanzeigen und muss mit der Abgabe seines Führerscheins rechnen.
Der zweite am Rennen beteiligte Mercedes sowie dessen Fahrer konnten ermittelt werden. Auch gegen ihn wurden Strafanzeigen eingeleitet.